{"id":122,"date":"2019-07-03T20:10:00","date_gmt":"2019-07-03T18:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/localhost\/_aktuelles-2024\/boris-kasper\/?p=122"},"modified":"2025-05-03T20:36:31","modified_gmt":"2025-05-03T18:36:31","slug":"mehrgenerationen-teams-erfolgreich-fuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/boriskasper.de\/progress-professionals\/blog\/mehrgenerationen-teams-erfolgreich-fuehren\/","title":{"rendered":"Mehrgenerationen-Teams erfolgreich f\u00fchren"},"content":{"rendered":"<h2>Wie Baby Boomer, Generation X, Y und Z richtig zusammenarbeiten<\/h2>\n<p><strong>Das Aufeinandertreffen von bis zu vier verschiedenen Arbeitnehmenden-Generationen ist heute in den meisten Unternehmen Status quo \u2013 und stellt zeitgem\u00e4\u00dfes Leadership vor eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen: Mehrgenerationen-Teams so zu f\u00fchren, dass Unterschiede sinnvoll genutzt und dabei Gleichstellung und Wertsch\u00e4tzung gef\u00f6rdert werden. Das ist unerl\u00e4sslich, um sich das digitale Wissen der Generation Y und Z ins Unternehmen zu holen und gleichzeitig den Erfahrungsschatz der Baby Boomer und der Generation X nicht zu verlieren \u2013 und sich nachhaltig als attraktiver Arbeitgeber mit optimaler Team-Atmosph\u00e4re und F\u00fchrungsqualit\u00e4t zu positionieren.<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Um Mehrgenerationen-Teams zu f\u00fchren, muss man die differenten Erwartungen an Arbeit und F\u00fchrung kennen<\/h2>\n<p>Als Generation fasst man soziologisch gesehen eine Altersgruppe zusammen, die in ihrer Kindheit und Jugend durch die gleichen historischen und kulturellen Ereignisse sowie gesellschaftlichen Trends \u00e4hnlich gepr\u00e4gt wurde. Solche Generationen streng nach Jahrg\u00e4ngen zu definieren, ist nat\u00fcrlich schwierig, weil es immer eine gewisse Varianz und zudem flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge gibt. Und doch existiert eben eine sogenannte Intergenerationsdifferenz: Die Differenz, die grobe Altersgruppen in ihren unterschiedlichen Werten, Umgangsformen und Zielen erkennbar trennt. Diese Differenz f\u00fchrt nat\u00fcrlich zu verschiedenen Sichtweisen auf die Welt, sich selbst, die Erwartungen an ein gutes Leben \u2013 und damit auch an Arbeit, die einen gro\u00dfen Teil der Lebenszeit einnimmt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Die verschiedenen Arbeitnehmenden-Gruppen in Mehrgenerationen-Teams<\/h2>\n<p>Die Baby Boomer, die Generation X, die Nachfolgegeneration Y und schlie\u00dflich die noch junge Generation Z bringen nicht nur ganz verschiedene Kompetenzen und Skills in Mehrgenerationen-Teams ein, sondern unterscheiden sich auch grundliegend darin, was sie von Arbeit und F\u00fchrung erwarten. Zu wissen und zu verstehen, welche diversen Erwartungshaltungen, Anspr\u00fcche, Bed\u00fcrfnisse und Zielsetzungen die verschiedenen Generationen in Bezug auf ihr Arbeitsleben haben, ist wesentlich, um Mehrgenerationen-Teams erfolgreich zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Die Baby Boomer, geboren etwa zwischen 1955 und 1965<\/h3>\n<p>Der Baby Boom zwischen Nachkriegsjahren und \u201ePillenknick\u201c gibt den \u00c4ltesten in Mehrgenerationen-Teams ihren Namen. Sie wurden von Traditionalist:innen erzogen, in Familien und Ausbildungsinstanzen herrschten strenge Hierarchien sowie die bekannte Formel \u201eZucht und Ordnung\u201c. Gleichzeitig wurden die Baby Boomer gepr\u00e4gt vom Streben nach Besitz und Prestige der Wirtschaftswunderjahre \u2013 und nicht zuletzt vom Wunsch, m\u00f6glichst viel aus sich zu machen.<\/p>\n<p>Sie sind die Generation der freiwilligen Workaholics, die sich \u00fcber Auszeichnungen, Titel und Status definieren. Entsprechende Statussymbole sind ihnen wichtig, darum haben sie die Entscheidung f\u00fcr einen Arbeitsplatz vorrangig nach Kriterien wie Verg\u00fctung und stabilem Einkommen getroffen. Von ihrem Arbeitsplatz erwarten sie vor allem Sicherheit: sowohl f\u00fcr die Erhaltung ihres sozialen Status\u2018 als auch innerhalb fester Strukturen und klar geregelter Verantwortlichkeiten. Sie sind teamorientiert, f\u00fcgen sich gut in Hierarchien ein und haben das Bed\u00fcrfnis, gebraucht und f\u00fcr ihr K\u00f6nnen wertgesch\u00e4tzt zu werden.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/boriskasper.de\/progress-professionals\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Boris-Kasper-Progress-Professionals-Blog-009-5er-Uebersicht-Generation-Baby-Boomer.gif\" alt=\"Boris Kasper Progress Professionals Blog #009 5er Uebersicht Generation Baby Boomer\" class=\"wp-image-966\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<p><strong>Motivationstipps<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Loben Sie Baby Boomer vor anderen, sie brauchen \u00f6ffentliche Anerkennung<\/li>\n<li>Geben Sie Briefings und Feedbacks pers\u00f6nlich und Face-to-Face<\/li>\n<li>Wertsch\u00e4tzen Sie die starke Arbeitsethik und Bereitschaft zu Mehrarbeit deutlich<\/li>\n<li>Binden Sie sie in Entscheidungsprozesse ein, geben Sie ihnen das Gef\u00fchl, wichtig zu sein<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Die Generation X, geboren etwa zwischen 1965 und 1979<\/h3>\n<p>Zu den \u00c4lteren bis Mittelalten in Mehrgenerationen-Teams z\u00e4hlt die Generation X. In ihrer Jugend ver\u00e4nderten sich klassische Familien- und Gesellschaftsstrukturen: Die Scheidungsrate stieg, Frauen dr\u00e4ngten auf den Arbeitsmarkt, die 68er-Bewegung brachte den Trend zu Freiheit und Selbstbestimmung. Die Generation wuchs in Wohlstand auf und wurde unter anderem von Globalisierung und New Economy gepr\u00e4gt: neue M\u00e4rkte, immer mehr Erwerbsm\u00f6glichkeiten, rasante Aufstiege, gro\u00dfe monet\u00e4re Erfolge. Diese Generation ist gut ausgebildet, zeigt sich ambitioniert und ehrgeizig. Sie sucht stets nach Entwicklungs- und Aufstiegsoptionen und m\u00f6chte m\u00f6glichst weit vorankommen. Doch sie definiert sich nicht mehr ma\u00dfgeblich \u00fcber Arbeit. Zeit ist der Generation X wichtiger als Geld, eine hohe Lebensqualit\u00e4t bei angemessener Work-Life-Balance steht f\u00fcr sie im Vordergrund. Von ihrem Arbeitsplatz erwarten sie Freir\u00e4ume in der Arbeitsgestaltung, sie m\u00f6chten als unabh\u00e4ngige Individualisten m\u00f6glichst selbstst\u00e4ndige Projekte betreuen. Sie sind eher antiautorit\u00e4r, w\u00fcnschen sich flache Hierarchien und sind statt auf Team-Erfolge eher auf sich selbst fokussiert.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/boriskasper.de\/progress-professionals\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Boris-Kasper-Progress-Professionals-Blog-010-5er-Uebersicht-Generation-X.gif\" alt=\"Boris Kasper Progress Professionals Blog #010 5er Uebersicht Generation X\" class=\"wp-image-967\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<p><strong>Motivationstipps<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Geben Sie Generation X das Gef\u00fchl, dass ihre Arbeit positive Ver\u00e4nderung bewirkt<\/li>\n<li>H\u00f6ren Sie sich ihre Meinung an und geben Sie konstruktives Feedback<\/li>\n<li>Zeigen Sie n\u00e4chste Karriereschritte auf, erlauben Sie individuelle Karriereplanung<\/li>\n<li>Lassen Sie Gestaltungsfreiraum, empowern Sie sie zur selbst\u00e4ndigen L\u00f6sungssuche<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Die Generation Y, geboren etwa zwischen 1980 und 1994<\/h3>\n<p>In Mehrgenerationen-Teams ist die Generation Y inzwischen nur noch die zweitj\u00fcngste. Sie wurde stark emanzipiert, teilweise \u00fcberf\u00fcrsorglich und mit der ausdr\u00fccklichen Erlaubnis zur Mitbestimmung erzogen. Gepr\u00e4gt haben sie vor allem gesellschaftliche Megatrends wie Migration, Gleichstellung, globale Vernetzung und die Digitalisierung. Als erste Generation, die von Anfang an in einer digitalisierten Welt aufgewachsen ist, werden die Ys auch Digital Natives genannt. Der Generation Y sind intensiv gelebte Freizeit und flexible Freizeiteinteilung weit wichtiger als Statussymbole und Gehalt. Sie will sich im Job pers\u00f6nlich einbringen und strebt nach Selbstverwirklichung \u2013 auch darum ist ihr sinnvolle Arbeit wichtig \u2013 sie denkt vision\u00e4r. Von ihrem Arbeitsplatz erwarten sie, berufliche und private Interessen und Werte verbinden zu k\u00f6nnen: Sie wollen Leben und Arbeit nicht trennen, sondern als Work-Life-Blending ineinander \u00fcbergehen lassen. Sie fordern in hohem Ma\u00df Teilhabe, also Mitbestimmung und -gestaltung an Prozessen, Strategien und Zielen \u2013 pers\u00f6nliche Entwicklung ist ihnen wichtiger als Aufstieg. Sie sind gegen feste Strukturen und Meister der Projekt-Arbeit \u2013 sie m\u00f6chten sich selbst in agilen Teams organisieren. Sie brauchen eine famili\u00e4re, hierarchielose Atmosph\u00e4re und w\u00fcnschen sich statt Macht Kollegialit\u00e4t und Team-Spirit.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/boriskasper.de\/progress-professionals\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Boris-Kasper-Progress-Professionals-Blog-011-5er-Uebersicht-Generation-Y.gif\" alt=\"Boris Kasper Progress Professionals Blog #011 5er Uebersicht Generation Y\" class=\"wp-image-968\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<p><strong>Motivationstipps<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Loben Sie die Generation Y regelm\u00e4\u00dfig, etablieren Sie eine positive Fehlerkultur<\/li>\n<li>Halten Sie Briefings kurz und Feedbacks m\u00f6glichst breit, bestenfalls 360\u00b0<\/li>\n<li>Zeigen Sie Vision und Sinn auf, \u00fcberlassen Sie ihnen die optimale Umsetzung<\/li>\n<li>Schaffen Sie eine pers\u00f6nliche Atmosph\u00e4re, erm\u00f6glichen Sie Tandem- und Team-Arbeit<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h3>Die Generation Z, geboren ab etwa 1995<\/h3>\n<p>Die derzeit j\u00fcngste Arbeitnehmenden-Gruppe ist die Generation Z. Sie erleben statt der digitalen Auf- und Umbruchstimmung der Generation Y bereits die Schattenseiten der Digitalisierung \u2013 bewusster Teilverzicht und R\u00fcckbesinnung auf traditionelle Medien sind die Folge. Gepr\u00e4gt wurde diese Generation durch die Bedrohungen von Klimawandel, Terror und erstarktem Nationalismus. Das hat sie zum Einen zu scharfen Realist:innen gemacht \u2013 sie hat erkannt, dass Teilhabe oft nur eine Illusion ist. Zum Anderen hat ihre Pr\u00e4gung zu einem starken Bed\u00fcrfnis nach Sicherheit und Stabilit\u00e4t gef\u00fchrt. Auch der Generation Z ist intensiv gelebte Freizeit wichtig \u2013 ganz anders als ihre Vorg\u00e4nger m\u00f6chte sie diese aber \u00fcberhaupt nicht mit ihrer Arbeit verbinden: Das Work-Life-Blending der Generation Y wandelt sie in ein starkes Work-Life-Separating. Ihr Job soll zu ihren individuellen F\u00e4higkeiten und auch Werten passen \u2013 Selbstverwirklichung suchen sie aber nicht im Arbeitsleben. Von ihrem Arbeitsplatz erwarten sie darum vor allem eine klare Trennung von privatem Leben und Beruf und verbindliche Freizeit-Regelungen. Die Generation Z m\u00f6chte nicht mehr flexibel arbeiten, sondern sowohl zeitlich als auch inhaltlich strukturiert. Statt Gro\u00dfraumb\u00fcros und Kicker-Tisch w\u00fcnscht sie sich wieder eigene B\u00fcros \u2013 statt selbst den besten Weg finden zu m\u00fcssen, verlangen sie nach bew\u00e4hrten und effizienten L\u00f6sungsans\u00e4tzen. Sie w\u00fcnschen sich Kollegialit\u00e4t, Toleranz und Wertsch\u00e4tzung, brauchen aber keine freundschaftliche oder gar famili\u00e4re Atmosph\u00e4re. Sinnvolle Hierarchien akzeptieren sie gut.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1500\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/boriskasper.de\/progress-professionals\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Boris-Kasper-Progress-Professionals-Blog-012-5er-Uebersicht-Generation-Z.gif\" alt=\"Boris Kasper Progress Professionals Blog #12 5er Uebersicht Generation Z\" class=\"wp-image-969\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<p><strong>Motivationstipps<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Geben Sie der Generation Z statt \u00fcberschw\u00e4nglichem Lob realistische R\u00fcckmeldungen<\/li>\n<li>Erm\u00f6glichen Sie regelm\u00e4\u00dfige 360\u00b0 Feedbacks mit wegweisenden Folgema\u00dfnahmen<\/li>\n<li>Zeigen Sie nachvollziehbare L\u00f6sungswege auf, \u00fcberlassen Sie die Jungen nicht sich selbst<\/li>\n<li>Etablieren Sie eine verl\u00e4ssliche Team-Kultur, in der Wort gehalten wird<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Umsetzbare Ma\u00dfnahmen, um Mehrgenerationen-Team zu f\u00fchren<\/h2>\n<p>Eine wesentliche Voraussetzung, um Mehrgenerationen-Teams erfolgreich zu f\u00fchren, ist eine geeignete moderne F\u00fchrungsphilosophie: F\u00fchrung 4.0., auch Leadership 4.0 genannt, ist hier der Schl\u00fcssel. Weil dieser F\u00fchrungsstil mit seinen flachen Hierarchien, Kommunikation auf Augenh\u00f6he und Empowerment zur Teilhabe an Entscheidungs- und L\u00f6sungsprozessen die Team-Umgebung schafft, die sich Generation Y und Z von ihrem Arbeitsumfeld w\u00fcnschen. Und weil modernes Leadership gleichzeitig die wertsch\u00e4tzende und diversit\u00e4tsbejahende Unternehmenskultur etabliert, die Babyboomer und Generation X integrativ im Team h\u00e4lt und ihre wertvollen Best-Ager-Qualit\u00e4ten f\u00fcr alle sinnvoll nutzbar macht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>Die Diversit\u00e4t der Generationen bringt effektiv nutzbare Vorteile<\/h2>\n<p>Die Baby Boomer sowie die Generationen X, Y und Z bringen nicht nur verschiedene F\u00e4higkeiten, Perspektiven und Ziele in ein Mehrgenerationen-Team ein, sondern auch ganz verschiedene Formen von Intelligenz: Man unterscheidet in der Psychologie zum Beispiel fluide von kristalliner Intelligenz, beide sind in der Arbeitswelt effektiv nutzbar. Zwei wesentliche Elemente der fluiden Intelligenz sind Flexibilit\u00e4t und Kreativit\u00e4t im Denken \u2013 dar\u00fcber verf\u00fcgen vor allem die Generationen Y und Z. Die kristalline Intelligenz dagegen ergibt sich aus den Lernprozessen, Erfahrungen und Erinnerungen, die im Laufe des Lebens gesammelt werden \u2013 hier bringen die Baby Boomer und die Generation X wertvolle Sch\u00e4tze mit. Gelingt es, Mehrgenerationen-Teams richtig zu f\u00fchren, k\u00f6nnen die beiden unterschiedlichen Intelligenzformen optimal vereint in die L\u00f6sung komplexer Projekte und Aufgaben einflie\u00dfen: Einer der vielen Vorteile, die in weniger altersgemischten Teams eher nicht genutzt werden k\u00f6nnen. Es lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, das Thema Generationen-Management zu einem festen Bestandteil von Teamwork und Leadership zu machen. Dazu gibt es ganz konkret umsetzbare Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n<h3>Input zu den Generationen f\u00fcr alle Mehrgenerationen-Team-Leader<\/h3>\n<p>Wenn es auf allen Ebenen gelingen soll, Mehrgenerationen-Teams zu f\u00fchren, darf nicht nur die Personal-Management- und F\u00fchrungsspitze die Bed\u00fcrfnisse, Erwartungen und Zielsetzungen der verschiedenen Generationen kennen. Wichtig ist darum, das Wissen bei allen F\u00fchrungskr\u00e4ften und Team-Leadern zu verankern: Dazu k\u00f6nnen Sie interne oder auch externe Expertenvortr\u00e4ge organisieren oder spezifische Input-Sammlungen zug\u00e4nglich zu machen. Auch eigene Mitarbeitendenbefragungen k\u00f6nnen sehr wertvoll f\u00fcr die F\u00fchrung von Mehrgenerationen-Teams sein, weil sie Wissen aus erster Hand und \u00fcber Ihr individuelles Team liefern.<\/p>\n<h3>Diversity-Konzept auf allen Arbeitsebenen<\/h3>\n<p>Ein guter Leadership-Stil und eine allgemein wertsch\u00e4tzende Firmenkultur sind wesentliche Voraussetzungen, um erfolgreich Mehrgenerationen-Teams zu f\u00fchren \u2013 doch ohne Konzept reicht der gute Wille im stressigen Arbeitsalltag oft nicht. Es lohnt sich, ein Diversity-Konzept zu entwickeln, dass sowohl Leits\u00e4tze als auch Handlungsempfehlungen f\u00fcr alle Ebenen der Zusammenarbeit enth\u00e4lt. Zudem sollte das Thema Mehrgenerationen-Management ein fester Bestandteil in der F\u00fchrungskr\u00e4fte-Entwicklung sowie in internen Qualifizierungs-Programmen sein. So stellen Sie sicher, dass alle Leader die entsprechenden Kompetenzen trainieren, um Mehrgenerationen-Teams zu f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Mentoren-Programme f\u00fcr fachlichen Austausch<\/h3>\n<p>Der fachliche Austausch von verschiedenen Kompetenzen ist ein wichtiger Schritt, auf dem Weg, Mehrgenerationen-Team richtig zu f\u00fchren. Die Generationen Y und Z bringen mit ihren nativen Kompetenzen die digitale Transformation in Unternehmen voran \u2013 und sind \u00e4u\u00dferst kreativ in der Umsetzung ungew\u00f6hnlicher Aufgaben. Lassen Sie vor allem die Generation Y selbst M\u00f6glichkeiten entwickeln, den \u00e4lteren ihr digitales Wissen zu vermitteln. Wenn es f\u00fcr ihre Arbeit sinnvoll und effizienzsteigernd ist, werden die Generation X und ebenfalls die Babyboomer Neues auch annehmen. Andererseits verf\u00fcgen gerade die \u00c4ltesten in Mehrgenerationen-Teams \u00fcber wertvolles Erfahrungswissen: Was ist wie entstanden, hat sich wodurch weiterentwickelt und vielleicht sogar alle Trends \u00fcberdauert? Babyboomer f\u00fchlen sich gerne unentbehrlich \u2013 und durch ihren Erfahrungsschatz sind sie es auch. Erm\u00f6glichen Sie ihnen, ihr gesammeltes Wissen weiterzugeben.<\/p>\n<h3>Gemeinsame Team-Aktivit\u00e4ten f\u00fcr guten Team-Spirit<\/h3>\n<p>Besonders die Generation Y w\u00fcnscht sich eine famili\u00e4re, pers\u00f6nlich gepr\u00e4gte Team-Atmosph\u00e4re, doch auch alle anderen profitieren davon! Regelm\u00e4\u00dfige Team-Aktivit\u00e4ten f\u00f6rdern das Kennenlernen und den Austausch \u00fcber die fachlichen Bereiche hinaus \u2013 und schaffen gemeinsame positive Erlebnisse: eine gro\u00dfe Hilfe, um Mehrgenerationen-Teams zu f\u00fchren. Solche Team-Tage oder Feierabend-Veranstaltungen m\u00fcssen nicht Budget-intensiv sein, sammeln Sie doch einfach Vorschl\u00e4ge direkt aus dem Mehrgenerationen-Team.<\/p>\n<h3>Generationen-Workshops zum gegenseitigen Verst\u00e4ndnis<\/h3>\n<p>Wenn Sie erfolgreich Mehrgenerationen-Teams f\u00fchren wollen, sollten Sie spezielle Generationen-Workshops konzipieren und regelm\u00e4\u00dfig veranstalten. Sie helfen gezielt, Vorurteile zu \u00fcberwinden und andere F\u00e4higkeiten wertzusch\u00e4tzen. Der Perspektivenaustausch f\u00f6rdert zudem den Blick \u00fcber den eigenen Tellerrand der verschiedenen Generationen im Team. Mit Gemeinschaftsaufgaben in altersgemischten Gruppen erreichen Sie, dass Ihre Team-Mitglieder die St\u00e4rken der anderen erkennen \u2013 und selbst darauf kommen, wie sie diese zuk\u00fcnftig gegenseitig nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Aufeinandertreffen von bis zu vier verschiedenen Arbeitnehmenden-Generationen ist heute in den meisten Unternehmen Status quo \u2013 und stellt zeitgem\u00e4\u00dfes Leadership vor eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen: Mehrgenerationen-Teams so zu f\u00fchren, dass Unterschiede sinnvoll genutzt und dabei Gleichstellung und Wertsch\u00e4tzung gef\u00f6rdert werden. 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